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Zeitzeugenportal

5. Februar 2015

im Rahmen der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Stiftung Anerkennung und Hilfe

Zugang zum Zeitzeugenportal

Das Zeitzeugenportal erreichen Sie über folgenden Link:
www.umfrageonline.com/s/zeitzeugenportal.

Warum gibt es ein Zeitzeugenportal?

Mit der Errichtung der Stiftung "Anerkennung und Hilfe" haben der Bund, die Länder und die Kirchen im Jahr 2017 ein deutschlandweites Hilfesystem etabliert.

Menschen, die als Kinder oder als Jugendliche in einer stationären Einrichtung der Behindertenhilfe oder in einer stationären Einrichtung der Psychiatrie Leid und Unrecht erlebt haben und an den Folgen bis heute leiden, können sich an regionale Anlauf- und Beratungsstellen wenden und Hilfeleistungen in Anspruch nehmen.

Wichtig bleibt es, die Unterbringungssituation in der BRD (1949 - 1975) und der DDR (1949 - 1990) wissenschaftlich aufzuarbeiten. Ziel ist es, die Leid- und Unrechtserfahrungen intensiv zu beleuchten und zu erfassen sowie Art und Umfang der Geschehnisse nachvollziehbar zu machen. Damit wird ein wesentlicher Beitrag zur Bewältigung und Aufarbeitung des Erlebten auch in der Gesellschaft geleistet; das erlebte Leid und Unrecht wird öffentlich sichtbar. Die Missstände der Vergangenheit sollen nicht nur aufgedeckt, sondern auch Lehren für die Zukunft gezogen werden.

Unsere Forschungsgruppe möchte die Missstände der Vergangenheit identifizieren, beschreiben und in das öffentliche Bewusstsein tragen.

Wir sind aber darauf angewiesen, dass viele Menschen an diesem Prozess mitwirken und bitten alle interessierten Zeitzeugen darum, sich am Online-Zeitzeugenportal zu beteiligen.

Wer kann sich beteiligen?

Das Zeitzeugenportal richtet sich an Zeitzeugen, die Aussagen über die Situation der Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in den stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe oder Psychiatrie in der BRD (1949 - 1975) und der DDR (1949 - 1990) tätigen können.

Zeitzeugen sind die Betroffenen selbst, ihre Eltern und andere Angehörige, das technische, medizinische und pädagogische Personal der Einrichtungen, Besucher und Praktikanten, Forscher, Ärzte und Jugendamtsmitarbeiter.

Wir möchten Sie ausdrücklich dazu ermutigen, Ihre Erinnerungen in unsere Forschungsarbeit mit einfließen zu lassen und sind dankbar für jede Zuschrift.

Muss ich meine persönlichen Daten hinterlassen?

Die Beteiligung kann anonym erfolgen. Alle Angaben, auch die persönlichen Kontaktdaten, sind freiwillig. Abschnitte des Portals können übersprungen oder handschriftlich in einer ausgedruckten Version ausgefüllt werden.

Wie werden die Ergebnisse verwendet?

Alle Hinweise und Informationen leisten einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung des Themas. Wir als Forschungsteam nutzen die Ergebnisse für unsere weiteren Recherchen. Ihre Fragebögen können uns Eindrücke vermitteln, die bei der Erfassung eines Gesamtbildes eine wichtige Rolle spielen. Auch detaillierten Hinweisen zu den Lebensumständen und Bedingungen in den Einrichtungen kann so nachgegangen werden. Einzelne Aussagen können (anonymisiert) als Zeitzeugenquelle in den Forschungsbericht mit einfließen.

Hinweise für Betreuer, Angehörige und ehemalige Einrichtungen der stationären Behindertenhilfe und Psychiatrie

Seit dem 1. Januar 2017 gibt es die Stiftung Anerkennung und Hilfe. Sie unterstützt Menschen, die als Kinder und Jugendliche in der Zeit von 1949 bis 1975 in der Bundesrepublik Deutschland bzw. von 1949 bis 1990 in der ehemaligen DDR in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe oder der Psychiatrie Leid und Unrecht erfahren haben und heute noch unter den Folgen daraus leiden. Errichter der Stiftung sind der Bund, die Länder sowie die Kirchen.

Bei den Betroffenen handelt es sich zum Teil um Menschen mit Behinderungen, die auch heute noch in Einrichtungen leben und sich kaum über allgemein zugängliche Quellen wie das Internet, Zeitungen oder Zeitschriften informieren können.

Daher bitten wir Sie darum, möglichst viele Menschen in Ihrer Betreuung oder in Ihrem Umfeld aktiv über die Stiftung und das Zeitzeugenportal zu informieren.

Forschungsteam zur wissenschaftlichen Aufarbeitung

Das Team zur wissenschaftlichen Aufarbeitung besteht aus:

Logo der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Prof. Dr. Heiner Fangerau
Dr. Nils Löffelbein
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Logo Charité - Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin.

Prof. Dr. Volker Hess
Laura Hottenrott
Charité Berlin

Logo Universität Heidelberg - Zukunft seit 1386.

Prof. Dr. Maike Rotzoll
Dr. Christof Beyer
Universität Heidelberg

Logo der ehb - Evangelische Hochshcule Berlin.

Prof. Dr. Karsten Laudien
Anke Dreier-Horning
DIH - Deutsches Institut für Heimerziehungsforschung gGmbH - Evangelische Hochschule Berlin

Projektzeitraum: 2018 - 2020

Kontakt: kontakt@dih-berlin

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