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Wie unterstützt die Stiftung?

6. Januar 2017

Die Stiftung unterstützt mit folgenden Anerkennungs- und Unterstützungsleistungen: öffentliche Anerkennung des erfahrenen Leids und Unrechts, Anerkennung durch wissenschaftliche Aufarbeitung der Leids- und Unrechtserfahrungen, individuelle Anerkennung durch ein persönliches Gespräch in den Anlauf- und Beratungsstellen und Unterstützung durch finanzielle Hilfe.

Öffentliche Anerkennung

Die Stiftung thematisiert die Geschehnisse in betroffenen Einrichtungen öffentlich und macht somit in der Gesellschaft darauf aufmerksam. Bund, Länder und Kirchen erkennen auf diese Weise die Missstände und Versäumnisse der Vergangenheit an und kommunizieren sie umfänglich.

Anerkennung durch wissenschaftliche Aufarbeitung

Begleitend zur Arbeit der Stiftung werden Wissenschaftler beauftragt, die damaligen Geschehnisse aufzuarbeiten und die Ergebnisse der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise werden die Vorkommnisse in vielen Einrichtungen erstmals intensiv beleuchtet und öffentlich sichtbar; Art und Umfang des Leids und Unrechts werden nachvollziehbar. Nähere Informationen zur wissenschaftlichen Aufarbeitung finden Sie im Website-Bereich Infos über die Stiftung.

Individuelle Anerkennung und finanzielle Hilfe

Qualifizierte Beraterinnen und Berater in den Anlauf- und Beratungsstellen unterstützen die Betroffenen in persönlichen Gesprächen bei der Aufarbeitung der Erlebnisse.

Sind die Voraussetzungen für die Anmeldung erfüllt und nachgewiesen bzw. glaubhaft gemacht, erhalten die Betroffenen eine einmalige Geldpauschale. Diese soll die Folgewirkungen des Erlebten abmildern und damit einen Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation leisten.

Infografik, die die verschiedenen Geldbeträge zeigt, die ein/e Betroffene/r erhält.

Betroffene, die während ihres Aufenthaltes in der Einrichtung sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben, ohne dass die Einrichtung dafür Sozialversicherungsbeiträge gezahlt hat, können einen Ausgleich für entgangene Rentenansprüche erhalten (Rentenersatzleistung). Hierzu müssen sie nachweisen bzw. glaubhaft machen, dass dem Grunde nach sozial­versicherungs­pflichtig gearbeitet wurde und eine Minderung von Rentenansprüchen aufgrund nicht gezahlter Sozialversicherungsbeiträge vorliegt.

Die Geldpauschale und die Rentenersatzleistung sollen bei Bezug von Sozialleistungen nach dem Sozialgesetzbuch weder als Einkommen noch als Vermögen angerechnet werden. Sie sollen auch nicht pfändbar und steuerfrei sein. Nähere Auskünfte können Sie dem Informationsblatt zur Steuerfreiheit, Nicht-Pfändbarkeit, Nicht-Anrechnung auf Sozialleistungen  [PDF, 347KB] entnehmen. Betroffene müssen das Vorliegen der Voraussetzungen für den Erhalt der einmaligen Geldpauschale und Rentenersatzleistung nachweisen bzw. glaubhaft machen. Dafür sollen sie vorrangig schriftliche Unterlagen (soweit vorhanden) vorlegen. Im Einzelfall kann genügen, wenn Betroffene das Vorliegen der Voraussetzungen glaubhaft machen, das heißt die überwiegende Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen der Tatsachen darlegen. Über die Glaubhaftigkeit der Darlegung entscheiden die Beraterinnen und Berater der Anlauf- und Beratungsstellen.

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