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Was machen wir?

5. Februar 2015

Die Stiftung erfüllt folgende Aufgaben: die öffentliche Anerkennung, die Anerkennung durch wissenschaftliche Aufarbeitung der Leids- und Unrechtserfahrungen, die individuelle Anerkennung durch ein persönliches Gespräch in der Anlauf- und Beratungsstelle und Unterstützung durch finanzielle Hilfe.

ÖFFENTLICHE ANERKENNUNG

Die Stiftung thematisiert die Geschehnisse in betroffenen Einrichtungen öffentlich und macht somit in der Gesellschaft darauf aufmerksam. Das Leid und Unrecht wird benannt und öffentlich anerkannt. Damit soll es die von den Betroffenen angemahnte gesellschaftliche Beachtung finden. Bund, Länder und Kirchen erkennen auf diese Weise die Missstände und Versäumnisse der Vergangenheit an und kommunizieren sie umfänglich.

ANERKENNUNG DURCH WISSENSCHAFTLICHE AUFARBEITUNG

Die Arbeit der Stiftung wird von beauftragten Wissenschaftlern mit einem Forschungsprojekt begleitet. Ziel ist es, die Leid- und Unrechtserfahrungen intensiv zu beleuchten und zu erfassen sowie Art und Umfang der Geschehnisse nachvollziehbar zu machen. Damit wird ein wesentlicher Beitrag zur Bewältigung und Aufarbeitung des Erlebten auch in der Gesellschaft geleistet; das erlebte Leid und Unrecht wird öffentlich sichtbar. Die Missstände der Vergangenheit sollen nicht nur aufgedeckt, sondern auch Lehren für die Zukunft gezogen werden.

Unter anderem sollen folgende Themengebiete bearbeitet werden:

  • Darstellung von Leid und Unrecht, der rechtlichen Grundlagen für die Unterbringung sowie für die Verwendung von Zwangsmaßnahmen,
  • Darstellung der individuellen Rechte der untergebrachten Kinder und Jugendlichen,
  • Darstellung und Bewertung damaliger therapeutischer und pädagogischer Konzepte sowie der damaligen Praxis und Lebenssituation in den Einrichtungen,
  • Analyse und Darstellung von Einweisungsanlässen und kritische Bewertung damaliger Diagnosen,
  • Art und Häufigkeit von Grundrechts- und Menschenrechtsverletzungen,
  • Darstellung von Reformansätzen.

Die Vergabe der wissenschaftlichen Aufarbeitung ist am 7. Juni 2017 erfolgt. Erste Ergebnisse werden voraussichtlich Mitte 2018 hier auf der Stiftungswebsite veröffentlicht.

INDIVIDUELLE ANERKENNUNG UND FINANZIELLE HILFE

In den Anlauf- und Beratungsstellen arbeiten Beraterinnen und Berater gemeinsam mit den Betroffenen in persönlichen Gesprächen die Erlebnisse auf. Sind die Voraussetzungen für die Anmeldung erfüllt, erhalten die Betroffenen eine Geldpauschale. Betroffene können außerdem unter bestimmten Voraussetzungen eine einmalige Rentenersatzleistung erhalten. Mehr Informationen zu den finanziellen Unterstützungs­leistungen finden Sie im Website-Bereich Infos für Betroffene.

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