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Stiftung Anerkennung und Hilfe bietet Hilfe!

25. November 2017

CBP-Pressemeldung zum 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

BERLIN. Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen weist der Bundesverband Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e.V. (CBP) auf die Leistungen der Stiftung Anerkennung und Hilfe hin.

Kinder, die zwischen 1949 bis 1975 (bzw. in der DDR von 1949 bis 1990) Leid und Unrecht in Einrichtungen der Behindertenhilfe oder Psychiatrie erfahren haben, erhalten seit dem 1.1.2017 durch die Stiftung Unterstützung und Hilfen. Mädchen waren in der Heimkinderzeit vielfach Gewalt und Missbrauch ausgesetzt. Wie eine Studie des CBP belegt, waren Mädchen vor allem in Sachen fehlender Aufklärung und erzwungener Arbeitsleistungen signifikant stärker betroffen als Jungen.

Die Stiftung sieht folgende Leistungen vor: Öffentliche Anerkennung, Anerkennung durch wissenschaftliche Aufarbeitung, Anerkennung durch persönliche Gespräche zur Aufarbeitung des Erlebten, Unterstützungsleistungen in Form einer einmaligen Geldpauschale (9.000 Euro) und einer Rentenersatzleistung (bis zu 5.000 Euro).

Johannes Magin, CBP-Vorsitzender, betont:

Die Einsetzung der Stiftung war überfällig, da bislang Heimkinder, die in Einrichtungen der Behindertenhilfe und Psychiatrie Leid erfahren, gegenüber Heimkinder der Kinder- und Jugendhilfe deutlich schlechter gestellt waren."

Die individuelle und historische Aufarbeitung der Heimkinderzeit in Behindertenhilfe und Psychiatrie ist sehr wichtig, allerdings ist auch der Blick auf aktuelle Gefahren zu richten. Johannes Magin weißt entsprechend auf Folgendes hin:

Gemäß einer Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aus dem Jahr 2011 werden Frauen und Mädchen mit Behinderung zwei- bis dreimal häufiger Opfer von Gewalt als nicht behinderte Frauen und Mädchen."

Pressemitteilung des Bundesverbands Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e.V.