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Waren Sie in der DDR von Zersetzungsmaßnahmen betroffen?

29. September 2022

Am 1. Januar 1976 trat die von Erich Mielke erlassene Richtlinie 1/76 in Kraft, die einen Maßnahmenkatalog enthielt, wie die inneren feindlich-negativen Kräfte der DDR in ihren Handlungen und ihrem Wirken eingeschränkt bzw. zersetzt werden können. Diese Zersetzungsmaßnahmen hatten das Ziel der Zersplitterung, Lähmung sowie der Desorganisation einzelner Personen und Personengruppen. Auch 30 Jahre nach dem Mauerfall ist noch lange nicht alles über das Ausmaß dieser Maßnahmen bekannt. Für unsere Studie suchen wir:

  • Personen, die in der DDR von Zersetzungsmaßnahmen betroffen waren
  • die rehabilitiert sind, oder sich in laufenden Verfahren befinden oder einen operativen Vorgang in ihrer Akte vermerkt haben
  • nicht inhaftiert waren, bzw. weniger als 3 Monate
  • und bereit sind, in einem Interview über ihre Erfahrungen und ihr aktuellen Befinden zu sprechen.

Das Verbundprojekt "gesundheitliche Langzeitfolgen von SED-Unrecht" beschäftigt sich an den Universitäten Magdeburg, Leipzig, Jena und Rostock mit 12 unterschiedlichen Teilprojekten zum Thema. Am Standort in Rostock wollen wir die seelischen und körperlichen Langzeitfolgen von Personen untersuchen, die in der DDR von Zersetzungsmaßnahmen betroffen waren. Die Ergebnisse der Studie sollen zur Aufarbeitung des Themas sowie zur Sensibilisierung der Gesellschaft beitragen und in die Verbesserung der spezialisierten Beratungs- und Behandlungsangebote für Betroffene einfließen. Weitere Informationen zum Verbundprojekt finden Sie unter www.sed-gesundheitsfolgen.de

Sie wollen unsere Arbeit unterstützen und haben Interesse an einer Teilnahme? Melden Sie sich bitte telefonisch oder per E-Mail. Gerne beantworten wir Ihnen weitere Fragen.

Tel.: 0381/494 9671 (Bitte nutzen Sie den Anrufbeantworter, wenn niemand erreichbar ist),
Handy: 0151/574 111 25 oder anne.maltusch@med.uni-rostock.de
Wir freuen uns auf Sie!

Studienleitung: Anne Maltusch (Demografin, M.Sc.)
Projektleitung: Prof. Dr. Carsten Spitzer
Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Gehlsheimer Str. 20 , 18147 Rostock

Universitätsmedizin Rostock, Der Beuaftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland, Gesundheitliche Langzeitfolgen von SED-Unrecht Verbundprojekt Jena, Leipzig, Magdeburg, Rostock